Vrchlabi

Vrchlabi
Vrchlabi ist eine Stadt mit volkstümlicher Architektur.

Das Bierfest in Vrchlabi
Seit 1998 veranstaltet die Bürgervereinigung Riesengebirgsfeste Vrchlabi diese äußerst beliebte kulturellen und gesellschaftliche Aktion. Um 9:00 Uhr eröffnet Rübezahl, der Herr der Berge höchstpersönlich das Fest. Auf dem Podium wechseln sich verschiedene Musik- und Gesangsgenres ab, von Blasmusik, über Folklore und Country , bis hin zu Rock`n Roll und gegenwärtiger Popmusik. Bei der Auswahl der Biere wird Nachdruck auf die Präsentation kleinerer regionaler Bierproduzenten gelegt. Zu den traditionellen Teilnehmern gehören: „Primator“ aus Nachod, „Opat“ aus Broumov, die Brauereien Svijany und Nova Paka, „Bernhard“ aus Humpolec und „Rychtar“ aus Hlinsko. Natürlich fehlt auch das Trautenauer „Krakonos“ nicht.
Jeder Besucher bekommt zusammen mit der Eintrittskarte einen Stimmzettel, den er in eine „Wahlurne“ beim Ausschank der jeweiligen Brauerei einwerfen kann. In den Abendstunden wird dann das Ergebnis des Referendums verkündet. Das siegreiche Produkt und dessen Produzent erhalten ein Diplom und eine Rübezahlfigur. Aber auch an den Hunger wird gedacht- den ganzen Tag über bekommt man an einer ganzen Reihe von Buden mancherlei Kulinarisches geboten- von Spanferkel über Bratwurst bis hin zu duftenden Heidelbeer-kuchen. Darüber hinaus sind Wettbewerbe wie Bierfassrollen oder Bierzeittrinken angesagt.
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Site www.kpivnislavnosti.cz .

Riesengebirgsuseum Vrchlabi
Gebäude des Augustinerstifts
geöffnet: Di- So
Tel.:499456708
E-mail: muzeum@krnap.cz
Ausstellungen:
„Stein und Leben“- ständige, moderne audiovisuelle Exposition
„Menschen und Berge“ ständige Austellung über die Besiedlungsgeschichte des Riesengebirges

Riesengebirgsmuseum Vrchlabi
Häuser 222- 224
Platz Namesti Miru
geöffnet: Di – Do
Tel.: 499421474
E-mail: his@krnap.cz
Das Ensemble dieser drei Giebelhäuser- wertvolle Reste der einstigen Stadtbebauung- gehört zu den ältesten Beispielen der volkstümlicher Baukunst im Riesengebirge. Inden Objekten befinden sich eine völkerkundliche Ausstellung, sowie Ausstellungen über die Geschichte von Hohenelbe/ Vrchlabi und die Geschichte des Tourismus im Riesengebirge. Darüber hinaus finden Saisonausstellungen statt. Hier befindet auch das Hauptinformationszentrum der KRNAP-Verwaltung.

Touristisches Informationszentrum

Vrchlabi
Krkonosska 8
Tel.: 499 422136
Fax.: 499 421 121
E-mail.: mic.vrchlabi@jipp.cz
Url: http://vrchlabi.ergis.cz

Autocamps
Eurocamp- Flugplatz
543 11 Vrchlabi, P.O. Box 49
Tel.: 499 421 292
E-mail: lsvrchlabi@vr.bon.cz

Camp Vejsplachy
543 01 Vrchlabi, Valtericka ul.
Tel.: 499 422 196

Camp Fuchsfarm/Lisci farma
543 62 Dolni Branna 350
Tel.: 499 421 656
E-mail.: hotelcamp@liscifarma.cz
Url.: www.liscifarma.cz

Das Riesengebirgslied

Text : Othmar Fiebiger
Melodie : Vinzenz Hampel

Blaue Berge, grüne Täler, mitten drin ein Häuschen klein. Herrlich ist dies Stückchen Erde und ich bin ja dort daheim. Als ich einst ins Land gezogen, hab´n die Berg mir nachgesehn, mit der Kindheit, mit der Jugend, wußt´ selbst nicht, wie mir geschehn:

O mein liebes Riesengebirge, wo die Elbe so heimlich rinnt, wo der Rübezahl mit seinen Zwergen heute noch Sagen und Märchen spinnt. Riesengebirge, deutsches Gebirge, meine liebe Heimat du!

Ist mit gut und schlecht gegangen, hab gesungen und gelacht, doch in manchen bangen Stunden hat mein Herz ganz still gepocht. Und mich zog´s nach Jahr und Stunde wieder heim ins Elternhaus, hielt´s nicht mehr vor lauter Sehnsucht bei den fremden Leuten aus.

O mein liebes Riesengebirge …

Teuere Heimat, Vater, Mutter, und ich liege an ihrer Brust wie voreinst in Kindheitstagen, da vom Leid ich nichts gewußt. Wieder läuten hell die Glocken, wieder streichelt ihre Hand, und die Uhr im alten Stübchen tickt wie grüßend von der Wand:

O mein liebes Riesengebirge….

Und kommt´s einstens zum Begraben, mögt Ihr Euren Willen tun, nur das eine, ja das eine: Laßt mich in der Heimat ruhn! Wird der Herrgott mich dann fragen droben nach dem Heimatschein, will ich stolz und deutsch und deutlich vor dem Himmelstore schrein:

Bin aus dem lieben Riesengebirge…

In den dunklen Jahren der Vertreibung und Aussiedlung in Folge der Benesch- Dekrete entstanden aus dem erlebten Leid herraus noch die nachfolgenden zwei Strophen

Für uns schlug die bitt´re Stunde, aus dem Tal sind wir verbannt, das von allen uns´ren Ahnen heil´ge Heimat wird genannt. Wieder blühen Anemonen, Habmichlieb und Enzian, doch es freut kein deutsches Auge in der Heimat sich daran.
Leb wohl, mein liebes …

Betend rufen wir zum Himmel: Vater, höre unser Flehn, lass nach dieser Zeit der Prüfung uns die Heimat wiedersehn! Und der Herrgott wird es geben, dass der rohe Hass vergeht, dass die schwarzrotgoldne Fahne wieder auf der Koppe weht.

Oh, mein liebes …

Erstmals wurde der vom Volksschullehrer Othmar Fiebiger stammende Text in der Festschrift des Trautenauer Gesangvereines „Harmonie“ 1914 abgedruckt. Ebenfalls 1914, im Frühjahr übernahm der Lehrer Vinzenz Hampel in Hohenelbe (heute Vrchlabi) eine neue Tätigkeit. Hier trat er einem kulturell künstlischen Verein bei, der sich die Pflege der Musik zur Aufgabe gemacht hatte. Als der 1. Weltkrieg auch die Reihen dieses Vereines lüftete, vertonte Hampel für den geschrumpften Teil des Vereins Fiebigers Text. Von Stund an trat das Lied seinen Siegeszug um die Welt an.

Rübezahl

…Der Sage nach soll er aus dem hohen Norden stammen und mit seinen beiden Brüdern in Streit geraten sei, so das er von dannen zog.“ Sein Name soll wohl Schles gewesen sein. Er fuhr also mit dem Schiff über das Meer, landete an der Küste der Ostsee und zog von an immer weiter landeinwärts, bis er ein hohes Gebirge entdeckte. Als er die heutige Schneekoppe entdeckte soll er ausgerufen haben:“ Oh so eine riesen Koppe.“ Und so hieß sie dann auch viele Jahre : Riesenkoppe. Er stieg auf ihren Gipfel und übersah das ganze Gebiet. Nun lebte aber in dieser Gegend ein Völkchen und wegen seiner riesigen Gestalt und seiner Wunderkräfte wurde zum Schutzpatron der Gebirgsbevölkerung. Sie nannten sich nach Ihren Vorbild Schles- die Schlesier. Aber nicht nur die Schlesier genossen seinen Schutz sondern auch die Böhmen. Das hätte so Jahrhunderte weitergehen können, hätte in dieser Gegend nicht eine vornehme Dame gelebt an dem der Herr der Berge besonderst interssiert war. Er erfüllte Ihr jeden Wunsch. Mit der Zeit fand das Mädchen aber Gefallen an einem jungen Mann der Ihr die Aufwartung machte und sie begannen zu überlegen wie sie von diesem Ort fliehen könnten ohne das der Bergeist
davon erfuhr. Denn wegen dessen Zauberkräfte schauderte es den beiden wegen seiner möglichen Rache. So überlegten Sie eine List.

Um ihn abzulenken gaben sie ihm die Aufgabe alle Rüben eines riesigen Feldes zu zählen. Und während er zählte und zählte machten sich die beiden aus dem Staube. Als er dahinter kam waren sie schon in Sicherheit, und auch sein Gegrolle und Getöse vermochte daran nichts mehr zu ändern. Aber das war ja noch nicht einmal das  schlimmste, aus der sicheren Ferne machten sich die beiden auch noch lustig. Und so schalte es schon bald durch die Berge: „Rübezahl , Rübezahl“. Selbst seine Schutzbefohlenen riefen  ihn so. So kam es das er sich von den Menschen abwendete. Enttäuscht und verbittert so zog er sich in die Berge zurück. Dort bewacht er mit seinen Zwergen die Schätze der Berge und so schalt es wieder aus den Bergen“ Doch Du Rübezahl hütest es gut. “ Tagsüber sendet er die Zwerge aus sein Reich zu erkunden. Sie klettern in die Kämme, sie durchforsten die Wälder und Auen, sie waten durch Bäche und Sümpfe. Allabendlich versammelt er die Zwerge um sich in seiner Höhle, und läßt sich von ihnen genauen Bericht erstatten.
Dann wenn es besonders wichtig ist, macht er sich auf in die Täler um den Menschen einen Besuch ab zustatten. So berichtet die uralte Sage aus dem Riesengebirge.

Die wachenden Riesen von Hostinne

Die wachenden Riesen von Hostinne

 

Dort wo später die Stadt Arnau/Hostinne gegründet wurde, lebten einst sehr große Menschen. Zum ewigen Gedenken daran bilden zwei dieser Riesengestalten nun heute die Dominante des Stadtrathauses. In der Gegend rings um Hostinne gibt es heute auch ein paar Häuser. Vor langer Zeit dehnten sich hier jedoch nur tiefe undurchdringliche Wälder aus, in denen Raubtiere, wie Wölfe, Bären, Luchse und Füchse lebten. All diese wilde Brut verunsicherte die weite Umgebung und war Wanderern nicht minder gefährlich, wie Wegelagerer und Räuber. Kaum waren die Wanderer einer drohenden Gefahr glücklich entkommen, schon drohte ihnen eine andere. Wie leicht konnte man sich in den tiefen Forsten verirren und vor Hunger oder Erschöpfung sterben. Das kam auch oft vor. Um diesen Unwesen Einhalt zu gebieten erwählten die Arnauer aus ihren Reihen zwei starke und unerschrockene Männer von riesiger Gestalt- einen Bäcker und einen Metzger. Man gebot ihnen, durchs Land zu ziehen und einen jeden zu helfen, der wohl ihre Hilfe bedürfte. Getreu diesem Auftrag der Stadtväter bewahrten sie viele Menschen vor Unglück. Dabei vollbrachten sie wahre Heldentaten. Ihnen zu Ehren ließen die Stadtväter am Rathausturm von Hostinne zwei nahezu fünf Meter große Statuen beider Beschützer errichten.
Bis heute wachen sie nicht nur über Ruhe und Ordnung auf dem Marktplatz und in den umliegenden Gassen, sondern auch über das größte Kulturereignis der Stadt- das traditionelle Volksfest „PORCIUNKULE“, das mit dem Wirken der Franziskaner in der Stadt verbunden ist. Es findet seit 1684 jeden ersten Samstag und Sonntag im August jeden Jahres statt.Veranstalter: Städtisches Informationszentrum, Namesti Nr. 70. Hostinne
Nähere Informationen:
Tel.: +420499404476
E-mail: infocentrum@muhostinne.cz
Url.: www.hostinne.cz